Deutsche Dichter und Denker der letzten Jahrzehnte
Informationen aus vergangenen Ausgaben findet man im Archiv!

Man muss aus jeglicher Vergangenheit lernen, nicht nur aus Geschichte, die einem passt!  Es gehören mehr als nur Schiller, Bebel und Brandt dazu.




Geburtstag von Martin Luther


geboren:  10.November 1483 in Eisleben
gestorben: 18.Februar 1546 in Eisleben

Er ist die zentrale Persönlichkeit der deutschen Reformationsbewegung, deren Wirken kirchengeschichtliche und weltgeschichtliche Bedeutung gewann. Auf Basis seiner Überzeugungen wollte Luther die von ihm als Fehlentwicklung wahrgenommenen Erscheinungen der Kirche seiner Zeit beseitigen und sie in ihrer ursprünglichen evangelischen Gestalt wiederherstellen („re-formieren“). Entgegen Luthers Absicht kam es jedoch durch die Bildung evangelisch-lutherischer Kirchen zu einer Kirchenspaltung und im Laufe der Entwicklung zur Entstehung weiterer Konfessionen des Protestantismus.

Luthers einflussreiche Theologie und Kirchenpolitik, wie auch seine gewählten Worte in der Bibelübersetzung, Predigt und Lieddichtung trugen entscheidend zu sehr tiefgreifenden Veränderungen der im christlichen Glauben fundierten Gesellschaft und Kultur der frühen Neuzeit bei.




Geburtstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller


geboren:  10.November 1759 in Marbach am Neckar
gestorben: 09.Mai 1805 in Weimar

Schiller wurde 1802 geadelt, war Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel Die Räuber, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur. 1783 begann Schiller mit den ersten Arbeiten zum Don Karlos. Als seine Anstellung als Theaterdichter am Nationaltheater Mannheim ausgelaufen war, reiste Schiller 1785 nach Leipzig zu seinem späteren Förderer Christian Gottfried Körner. In den folgenden Jahren lernte er Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder und Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen. Gemeinsam sollten sie die Weimarer Klassik prägen.

Friedrich Schiller war durch Geburt Württemberger, später wurde er Staatsbürger von Sachsen-Weimar. 1792 wurde ihm zusätzlich die französische Staatsbürgerschaft verliehen – in Würdigung seines in Paris aufgeführten Dramas Die Räuber, das als Freiheitskampf gegen die Tyrannei verstanden wurde.




Geburtstag von Ludwig van Beethoven


getauft:  17.Dezember 1770 in Bonn, Kurköln
gestorben: 26.März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich

Er war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Beethoven ist seinem Anspruch, ein bleibendes musikalisches Werk für die Nachwelt zu hinterlassen, gerecht geworden. Seine Popularität ist ungebrochen, und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt.




Geburtstag von Willy Brandt


geboren:  18.Dezember 1913 in Lübeck als Herbert Ernst Karl Frahm
gestorben: 8.Oktober 1992 in Unkel

Er war von 1969 bis 1974 als Regierungschef einer sozialliberalen Koalition von SPD und FDP der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Brandt wurde 1925 Mitglied der Kinderfreunde, einer Kindergruppe der Falken, ab April 1929 der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ), in der er als Mitglied der Lübecker Gruppe Karl Marx mit Unterstützung Julius Lebers einen radikalen Kurs vertrat. 1931 wurde Brandt Bezirksvorsitzender der SAJ für die Region Lübeck-Mecklenburg. 1930 trat Brandt der SPD bei. Ein Jahr später, im Oktober 1931 brach er mit Leber und der SPD, und warf der Partei – „Mutlosigkeit“ im Hinblick auf gesellschaftliche Veränderungen vor.

Brandt schloss sich daraufhin der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) an und war Gründungs- und Vorstandsmitglied des Lübecker Ortsverbands der SAPD. 1933 emigrierte er über Dänemark nach Norwegen. Zu diesem Zeitpunkt nahm er auch den „Kampfnamen“ Willy Brandt an, den er über sein weiteres Leben hinweg beibehielt. 1938 wurde er von der nationalsozialistischen Regierung ausgebürgert und wurde staatenlos. 1948 erhielt er von der schleswig-holsteinischen Landesregierung wieder die deutsche Staatsbürgerschaft.

In seiner Funktion als Regierender Bürgermeister war Brandt vom 1957 bis 1958 turnusmäßig Bundesratspräsident. Der Bundestag wählte Brandt im Oktober 1969 zum vierten Bundeskanzler in der Geschichte der Bundesrepublik.




Geburtstag von OstWildbiene Willy


geboren:  09.Oktober 1956 in Potsdam als zweiter Sohn
gestorben: bisher noch nicht!

Er erblickte das Licht der Welt in den frühen Morgenstunden, im Herbst 1956. Als Zweitgeborener einer Lehrerfamilie, hatte er zu kämpfen mit dem Vorurteil "Pädagogische Intelligenz", was auch so im späteren Klassenbuch der POS stand. Doch es wurde Licht am Ende des Tunnels, den die sozialistische Gesellschaft brauchte allseits geformte und gefestigte Persönlichkeiten in den Reihen der Arbeiterklasse.

Internet gab es zwar damals noch nicht, aber viel sozialistische Fachliteratur aus dem Bereich der Mathematik (Tafelwerk) und sozialistischen Belletristik. Gelernt hatte er in der DDR-Schwerindustrie, im EKO, in der Maxhütte Unterwellenborn und im Edelstahlwalzwerk Burg. Seinem Berufsbild blieb er 48 Jahre treu und hat sich auch mit dem Internet angefreundet, was man in dieser Ausgabe vom OstWild-Magazin auch bewundern kann.

Der widerwillige Zusammenschluss beider deutschen Teile hat zwar nicht unbedingt seinen Zuspruch gefunden, ließ sich aber geschichtlich nicht verhindern, da die alten Kommunisten selbstgefällig, dumm und senil waren.








Bearbeitungsstand: 21.01.2026