Deutsche Dichter und Denker der letzten Jahrzehnte
Informationen aus vergangenen Ausgaben findet man im Archiv!

Man muss aus jeglicher Vergangenheit lernen, nicht nur aus Geschichte, die einem passt!  Es gehören mehr als nur Schiller, Bebel und Brandt dazu.




Geburtstag von Karl Marx


geboren:  5. Mai 1818 in Trier
gestorben: 14. März 1883 in London

Er war ein deutscher Philosoph, Ökonom, Gesellschaftstheoretiker, politischer Journalist, Protagonist der Arbeiterbewegung sowie Kritiker der damaligen bürgerlichen Gesellschaft und der Religion. Zusammen mit Friedrich Engels wurde er zum einflussreichsten Theoretiker seiner Zeit. Die theoretischen Grundlagen des nach ihm benannten Marxismus beeinflussen bis in die Gegenwart die Diskurse der Geschichts- und Sozialwissenschaften, hier vor allem die Wirtschafts- und Politikwissenschaft.




Geburtstag von Sigmund Freud


geboren:  06. Mai 1856 in Freiberg /in Mähren
gestorben am 23. September 1939 in London

Er war ein österreichischer Arzt, Neurophysiologe, Tiefenpsychologe, Kulturtheoretiker und Religionskritiker. Er ist der Begründer der Psychoanalyse und gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien und therapeutischen Methoden werden bis heute angewandt, diskutiert und kritisiert.

Freuds damals neue Vorstellungen einer großen Bedeutung kindlicher sexueller Konfliktlagen und Traumata bei der Entstehung von Neurosen fanden zunächst wenig Resonanz in der Ärzteschaft, sodass er eine lange Phase der Ausgrenzung durchlebte, bevor sich, ausgehend von Wien, allmählich ein Kreis von Anhängern um ihn scharte, um die psychoanalytische Lehre weiterzuentwickeln und zu verbreiten.

Freud blieb auch nach der Bücherverbrennung 1933 lange Zeit noch in Wien und harrte dort aus. Erst nach dem Anschluss Österreichs 1938 ging er ins Londoner Exil.




Geburtstag von Klaus Möckel


geboren:  04. August 1934 in Kirchberg /Sachsen
Wohnort: z.Z. in Berlin

Klaus Möckel erlernte zunächst den Beruf des Werkzeugschlossers. Später studierte er Romanistik in Leipzig und arbeitete anschließend als Assistent an der Universität Jena. Seine Dissertation schrieb er über Antoine de Saint-Exupéry (Die Rolle der bürgerlichen Gesellschaft bei der Herausbildung von Antoine de Saint-Exupérys Weltanschauung, Leipzig 1963).

Möckel war anschließend als Lektor für romanische Literatur in Berlin tätig. Beim Verlag Volk und Welt machte er sich bald einen Namen als Herausgeber, Übersetzer und Nachdichter vor allem moderner französischer Dichter. Seit 1969 arbeitet Möckel als freier Autor. Von seinen über 30 veröffentlichten Werken verschiedener Genres (Romane, Erzählungen, satirische Gedichte und Aphorismen) wurde u. a. Hoffnung für Dan (1983), ein Bericht über ein behindertes Kind, bekannt. Außerdem veröffentlichte er Kinder- und Jugendbücher sowie erfolgreiche Kriminalromane. Mehrere seiner Bücher wurden ins Tschechische und Slowakische übersetzt und auch verfilmt.

Möckel arbeitete häufig, vor allem bei Übersetzungen, mit seiner Frau Aljonna Möckel zusammen und verfasste gemeinsam mit ihr unter dem Pseudonym Nikolai Bachnow mehrere Fortsetzungsbände zu den Märchenromanen Alexander Wolkows.




Geburtstag von Karl Liebknecht


geboren:  13. August 1871 in Leipzig
ermordet: 15. Januar 1919 in Berlin

Er war ein Sozialdemokrat und Antimilitarist zu Zeiten des Deutschen Kaiserreiches. Seit 1900 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, war er von 1912 bis 1916 einer ihrer Abgeordneten im Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. Ab 1915 bestimmte er zusammen mit Rosa Luxemburg wesentlich die Linie der Gruppe Internationale. 1916 wurde er aufgrund seiner Ablehnung der Burgfriedenspolitik aus der SPD ausgeschlossen und wenig später wegen angeblichen „Kriegsverrat“ zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, von den Er zwei Jahre absitzen musste.

Während der Novemberrevolution rief Liebknecht am 9. November 1918 vor dem Berliner Schloss eine „freie sozialistische Republik“ aus. Zum Jahreswechsel 1918/19 war Liebknecht einer der Gründer der Kommunistischen Partei Deutschlands. Kurz nach der Niederschlagung des Berliner Januaraufstands wurden er und Rosa Luxemburg ermordet.




Geburtstag von J.W. von Goethe


geboren:  28. August 1749 in Frankfurt am Main
gestorben: 22. März 1832 in Weimar

Deutscher Dichter und Naturforscher und wurde 1782 geadelt. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung. Als Sechsundzwanzigjähriger wurde er an den Hof von Weimar eingeladen, wo er sich schließlich für den Rest seines Lebens niederließ. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs Carl August politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Hoftheater.

Goethes literarische Werke beinnhalten Lyrik, Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Goethe war Vorbereiter und wichtigster Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman "Die Leiden des jungen Werthers" machte ihn in Europa berühmt.








Bearbeitungsstand: 21.01.2026